Verlängerung Kurzarbeit

Phase 3 - ab 01.10.2020

Die Sozialpartner haben sich auf eine Verlängerung der Kurzarbeit ab 1. Oktober für weitere sechs Monate geeinigt.

Die Eckpunkte dieses Nachfolgemodells zur Corona-Kurzarbeit kurz zusammengefasst:

 Verlängerung der Kurzarbeit um 6 Monate

  • Die derzeit gültigen Regelungen zur Kurzarbeit (Phase 2) werden bis 30. September 2020 für alle Betriebe fortgeführt.
  • Danach kann die Kurzarbeit beginnend ab 1. Oktober 2020 für weitere 6 Monate, also bis 31. März 2021 verlängert werden.
  • Eine Verlängerung um weitere 6 Monate, ab 1. April 2021 soll zeitgerecht verlautbart werden

Vergütung beträgt weiterhin 80/85/90 Prozent des Nettolohns

Die von der Kurzarbeit betroffenen Mitarbeiter sollen weiterhin 80/85/90 Prozent des Nettolohns vor Kurzarbeit erhalten

Lohnerhöhungen, wie zB KV-Erhöhungen und Biennalsprünge werden bei der Vergütung der Kurzarbeit nunmehr berücksichtigt

Arbeitszeit kann zwischen 30% und 80% betragen

Die Arbeitszeit kann im Modell Phase 3 bis auf 30% reduziert werden und kann maximal 80% betragen.

Der Durchrechnungszeitraum beträgt 6 Monate.

In Sonderfällen kann die Arbeitszeit von 30% aber unterschritten werden

Die Behaltepflicht nach Ablauf der Kurzarbeit beträgt weiterhin 1 Monat.

Ersatz aller Mehrkosten für die Unternehmen

Die Arbeitgeber tragen die Kosten für die tatsächlich geleistete Arbeit während der Kurzarbeit.

Die Kosten für die durch die Kurzarbeit ausgefallenen Arbeitsstunden inkl. aller Lohnnebenkosten und Krankenstände werden wie bisher vom AMS vergütet.

Nicht-Arbeitszeit soll für Weiterbildung genützt werden

Für die Beschäftigten besteht eine verpflichtende Weiterbildungsbereitschaft in der vom AMS vergüteten Arbeitszeit

Die Weiterbildung wird durch das AMS in Abstimmung mit dem Betrieb abgewickelt

Weiterbildungsmaßnahmen können anlassbezogen unterbrochen werden und innerhalb von 18 Monaten nachgeholt werden.

Lehrlingsausbildung während Kurzarbeit

Die Ausbildung von Lehrlingen muss auch in der Kurzarbeit uneingeschränkt gewährleistet werden.

Verschärfte Kontrolle

Die Kontrolle der Kurzarbeitsanträge wird verschärft. Nunmehr ist eine Prognoserechnung vorzulegen, welche extern geprüft wird.