KRANK im Urlaub

Was passiert, wenn der Arbeitnehmer im Urlaub krank wird? Wem muss dieser spätestens wann Bescheid geben? Zählt ein Krankentag im Urlaub automatisch als Krankenstand?

Dauert der Krankenstand im Urlaub maximal drei Tage, dann wird der Urlaub nicht unterbrochen und es ändert sich nicht an der Urlaubsvereinbarung. Dauert die Erkrankung allerdings länger als drei Kalendertage und macht der Arbeitnehmer alles richtig, dann zählen sämtliche Tage des Krankenstandes nicht mehr als Urlaub, sondern als Krankenstand.

Voraussetzungen:

Die Erkrankung ist weder vorsätzlich noch grob fahrlässig selbst herbeigeführt worden.

Der Arbeitnehmer teilt dem Arbeitgeber die Erkrankung spätestens nach drei Tagen mit.

Wenn der Arbeitnehmer seinen Dienst wieder antritt, hat dieser dem Arbeitgeber ein Krankenbestätigung vorlegen.

Bei einer Erkrankung im Ausland muss zur ärztlichen Bestätigung auch eine behördliche Bestätigung vorgelegt werden. Diese bestätigt, dass der behandelnde Arzt tatsächlich ein zugelassener Arzt ist. Diese Bestätigung entfällt, wenn der Arbeitnehmer in einem öffentlichen Krankenhaus behandelt wurde.

Geht der vereinbarte Urlaub danach einfach weiter?

Endet der Krankenstand noch vor Ende des vereinbarten Urlaubs, dann geht der Urlaub ganz normal bis zum vereinbarten Ende weiter. Die quasi verlorengegangenen Urlaubstage können nicht ohne Zustimmung des Arbeitgebers angehängt werden; sie werden dem Arbeitnehmer auf dem Urlaubskonto wieder gut geschrieben.

Gilt das auch, wenn man an Zeitausgleich-Tagen krank wird?

Nein. Nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofes ist so, dass der Verbrauch des Zeitausgleiches durch einen Krankenstand NICHT unterbrochen wird - es bleibt also beim Zeitausgleich. Quelle : Wirtschaftskammer Vorarlberg, Arbeitsrecht.