Corona-Kurzarbeit ab Juli 2021

Phase 5 - ab 01.07.2021

Quelle : Wirtschaftskammer Österreich, https://www.wko.at/corona-kurzarbeit

Die Phase 4 der Corona-Kurzarbeit läuft mit Ende Juni 2021 aus. Um die weiter von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen besonders treffsicher zu unterstützen, haben sich Sozialpartner und Bundesregierung auf folgende Neuregelung der Corona-Kurzarbeit geeinigt. 

Die Kurzarbeit steht zukünftig in 2 Varianten zur Verfügung:

 A. Corona-Kurzarbeit als Übergangsmodell mit reduzierter Förderhöhe

Beihilfe, Abschlag von 15 % von der bisherigen Beihilfenhöhe (Beihilfe bleibt damit großzügiger als vor Corona)

Geltungsdauer, Das Modell gilt vorläufig bis Juni 2022, danach wird das Modell evaluiert

Mindestarbeitszeit, 50 % Mindestarbeitszeit (mit Ausnahmen im Einzelfall)

Gilt für alle Betriebe

B. Unveränderte Corona-Kurzarbeit für besonders betroffene Branchen

Beihilfe, kein Abschlag (voraussichtliche Umsetzung: monatliche Auszahlung der um 15 % reduzierten Beihilfe und anschließende Aufzahlung auf volle Beihilfe im Zuge der Endabrechnung) 

Geltungsdauer, das Modell gilt vorläufig bis Ende Dezember 2021

Mindestarbeitszeit, 30 % Mindestarbeitszeit (mit Ausnahmen im Einzelfall)

Gilt für Betriebe, die im 3. Quartal 2020 gegenüber dem 3. Quartal 2019 einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 % hatten (drittes Quartal 2020 wird aufgrund der vergleichbaren Situation herangezogen)

Kurzarbeitsdauer, jeder Betrieb kann maximal 24 Monate (Ausnahmen im Einzelfall) Kurzarbeit beanspruchen, die neue individuelle Antragsphase beträgt 6 Monate

Nettoersatzraten, die Nettoersatzraten für den Arbeitnehmer bleiben unverändert (90 % / 85 % / 80 %)

Urlaubsverbrauch, verpflichtender Urlaubsverbrauch von 1 Woche je angefangenen 2 Monaten Kurzarbeit

Zugang, für Betriebe, die schon in Phase 4 in Kurzarbeit waren, unveränderter Zugang; für neue Betriebe gilt ab Antragstellung eine Frist von 3 Wochen, in der sie von Sozialpartnern und AMS beraten werden